Sextett 2015: Das fing…

….ja gut an: die große Kaffeemaschine, die immer schon am Mittwochabend auf Donnerstagmorgen 8 Uhr programmiert wird, hatte versagt. Und natürlich verlangten die ersten von weit her Angereisten kategorisch (und mit gutem Recht) nach dem belebenden Getränk. Die Hawaii-Family, wieder aus der Schweiz angereist, ließ sich davon nicht beeindrucken: sie hatten im Hotel ausgiebig gefrühstückt. Wir BCler mussten auf Handbetrieb umstellen und Filterkaffee ansetzen.


Nicht ganz so weit wie die nette Schweizer Truppe hatten es wieder sieben belgische Teams aus Malmedy, mit ihrem Chef Vanesse vorneweg. Viele aus den Teams sind alte Bekannte aus den Zeiten, als es in Köln noch den Belgischen Club „Les Arsouilles“ gab. Auch Christian Carlot ist wieder dabei mit den „Petits Belges“ aus Charleroi. Dann gab es da noch ein Doublette (!) aus Mosheim am Neckar. Die wollten aber nicht spielen, sondern leckere Würste und Wein aus der Provence verkaufen.

Überhaupt, es ist wieder alles da, was (manchmal) Rang und (immer) Namen hat. Mittags ist die Spitzengruppe an der Klötzchen-Tafel noch nah beieinander: Die „Belgian Boys“, „Die fünf fantastischen Sechs“, „Klick Klack“, „HSV“ und „Die Säufer und der Opa“.

Apropos, mit dem Bierlieferanten hatte es Startschwierigkeiten gegeben. Das erste Kölsch konnte erst um 10 Uhr pünktlich zum Anpfiff gezapft werden. Ob es daran lag, dass viele doch noch ein Start-Kölsch trinken wollten, oder daran, dass heute ein neuer Teilnehmerrekord aufgestellt wurde, jedenfalls ging es zehn Minuten zu spät endlich los.

Das wollen wir jetzt extra fett hervorheben: 94 Sechser-Teams, also 564 Boulomanen, sind heute angetreten.

Das ist Rekord. Ein kleiner Rekord ist auch, dass selbst beim 27. Kölner Sextett sich noch ein Team mit dem Namen „6-Pack“ an die Einschreibung wagte. Und wir waren heilfroh, dass die Viersener an diesem Fonleichnam auch ein Turnier veranstalteten. Nicht auszudenken, wenn auch noch vom Niederrhein Teilnehmer angereist gekommen wären. Wir können es bei unserem Sextett-Modus ja nicht so machen wie die Kollegen aus Marseille, wo die Shuttle-Busse einen zu den Spielorten bringen.

Sonne satt und Salate lecker – und wieder viele nette Begegnungen. Was kann man da noch verlangen. Außer vielleicht: das eine oder andere Spiel zu gewinnen.

Wer auf Bilder und Ergebnisse wartet, muss sich noch gedulden. Es ist jetzt 16 Uhr – und das Gewoge in der Kölner Südstadt dauert noch an. Noch lange.

Fotos: Jan Kraege und Franz Hönig

(os)