Soli und Kessel

Schönes Soli-Melee mit Kessel!

60 Spieler im Tälchen holen 400 und ein paar Zerquetschte fürs Allerweltshaus rein.
Sauber. Machste was Gutes und das macht auch noch Spass. Irre.
Was es alles gibt. 

Nach drei Runden dann ein geteilter erster Platz. Mist. Markus nicht einverstanden.
Er will den Kessel. Den Kessel? Dazu kommt dann später mehr. 

Also Stechen. Eine Aufnahme zum Gesamtsieg. Geht schief. Andi Gunnar und Kamil machen`s. Murat und Markus (anfänglich auch vom Georg angeschoben) bekommen den Kessel trotzdem.
Weil sie ihn so dringend wollten. Toll. 



Alle gehen zufrieden. Schöner Tag gewesen. 

Dank an die Helfer vom NBC, BC, EBC, Allerweltshaus und an Gerhard!

Und nun zum Kessel.
Ralf erzählt uns was (Holger Karl steuert die Fotos bei):

Die Geschichte vom Kesselmään

Liebe Freunde,

eigentlich bin ich der Falsche, um diese Geschichte zu erzählen, denn niemand konnte so trocken eine Story rüberbringen wie unser Detlef. Dennoch möchte ich an dieser Stelle, so gut es eben geht, die „Geschichte des Kesselmään“ zum Besten geben.
Es war wohl 2010, wenn ich mich richtig erinnere. Eine Horde Boulenasen, überwiegend BCler und Buntligisten, trafen sich, ich glaube es war anlässlich Evas Geburtstag, in deren Häuschen im Westerwald. Schlafmöglichkeiten gab es im Haus, kampferprobte Boulespieler campierten aber in Ihren Zelten auf der großen Wiese, manche bevorzugten die Ladefläche ihrer Großraum-PKWs. Die meisten kamen samstags, einige Wenige hatten allerdings nix Besseres vor, reisten bereits freitags an und konnten mit den Beiden noch in aller Ruhe über alles Mögliche plaudern, vorzugsweise Terry Pratchett und seine Scheibenwelt.

Es war ein buntes Treiben, es wurde gespielt, gegrillt, geschwätzt, die „Bierkuh“, eine Bierzapfanlage, welche jedes frischgezapfte Helle mit einem lauten, markdurchdringenden „Ich-bin-fertig“-Abschlußgeräusch quittierte, war im Dauereinsatz.
Nun erzählte Det im Rahmen dieser Runde, was ihm am Morgen widerfahren war:Er stand braungebrannt, nur mit Adamskostüm bekleidet, im großen Panoramafenster des Hauses und beobachtete ein gar seltsames Wesen, welches reichlich zerzaust, schweigend, vorsichtig einen Fuß vor den anderen setzend, in der Hand einen alten, leicht verbeulten Aluminium-Wasserkessel, zu dem - dem Haus vorgelagerten - Grillplatz kam, diesen überquerte und einfach so ins Haus eintrat.
Kurze Zeit später, zwischenzeitlich waren Geräusche laufenden Wassers zu hören, trat dieser „Kesselmään“, jetzt mit bis zum Rand gefüllten Wasserkessel, wieder durch die Türe, begab sich auf seinen ebenso schweigsamen Rückweg und verschwand wieder. Lediglich ein paar Wasserspritzer zeugten von seiner Anwesenheit.
Die Anwesenden klebten förmlich an Detlefs Lippen, hatten sie doch noch nie von einer solchen Erscheinung gehört. Det jedoch wusste zu berichten, das dieses Wesen schon an anderen Stellen gesichtet wurde, man aber leider überhaupt nichts Genaues über diesen „Kesselmään“ sagen konnte, da er sich immer nur kurzzeitig an irgendwelchen Stellen aufhielte. Erwiesen sei aber, so merkwürdig sich dieses Geschöpf auch verhielt, dass von diesem keinerlei Gefahr ausginge: der Kesselmään kam, holte sein Wasser, und verschwand wieder.

Manche waren von seinem Bericht so angetan, so überwältigt, vielleicht sogar erschrocken, dass sie in der Nacht etwas unruhiger schliefen. Originalzitat eines uns bekannten argentinischen Spielers, welcher mit seiner Gattin Gabi im Auto geschlafen hatte: „Boah, dieser blöde Kesselmään, ich habe die ganze Nacht kaum ein Auge zugemacht. Ich habe alle Fenster und Türen abgeschlossen. Was wäre denn gewesen, wenn der auf einmal an unserem Auto steht?“
Der Kesselmään war noch den ganzen Tag Thema der Gruppe, ward aber nicht mehr gesichtet.
Im darauffolgenden Jahr allerdings tauchte er wieder auf, diesmal allerdings nicht im Westerwald, sondern ungefähr 950 Km entfernt in einen kleinen französischen Ort namens Grignan im Department Drôme. Als Beweis seines Aufenthalts dort gibt es leider nur ein Foto des legendären Wasserkessels, der „Kesselmään“ selbst blieb unfotografiert.



Nun hat dieser Kesselmään-Aluminium-Wasserkessel nach langen Irrwegen seine neue Heimat in Köln gefunden; an Detlefs alter Wirkungsstätte als begnadetem Boulespieler, der auch mit seiner Behinderung nie anders als in früheren Zeiten behandelt werden wollte, also frech, als diktatorischem Mitorganisator der BLB Köln, vor allem aber als kreativem Geist und gutem Freund.

Dieser Kessel soll nun als „Detlef-Steinfeld-Gedächtnis-Pokal“ im Rahmen eines Turniers ausgespielt und in die Hände derjenigen Boulespieler weitergegeben werden, welche unseren „Diktator“ wertschätzten und sich auch in Zukunft gerne an ihn erinnern werden.
In diesem Sinne: So long, Alter

Mehr Bilder vom Soli-Melee:





(DM)