Der Vogel...

...ist weg. Es war nicht der Fuchs, der die Gans gestohlen hat, sondern Mario Di Cara. Der sie aber auch nicht gestohlen, sondern gewonnen hat. Er war heute der beste unter 57 Teilnehmern (Rekordbeteiligung), der beste auch unter den acht mit drei Siegen.

Georg, der Spender und Veranstalter, gratuliert Mario ganz besonders. Der Vorjahrsgewinner hatte die ersten beiden Spiele gewonnen, ging aber im entscheidenden dritten Spiel (mit Jupp) gegen Maxi und Heiner gnadenlos unter. Georg erleichtert: „ Ich habe das Vieh im Laufe der letzten 16 Jahre dreimal gewonnen. So bin ich doch dem wieder aufgetauchten Verdacht der Schiebung glücklich entkommen.“

Mario: "Mach Du den ersten, ich den letzten. Dann teilen wir unaufällig!"

Der Di Cara-Clan war (nur) mit drei Mitgliedern angetreten. Während Neffe Martin unauffällig im Mittelfeld landete, durfte Bruder Lee auch zur Siegerehrung nach vorne kommen. Denn für den letzten Platz gab´s einen gerahmten Sonderpreis. Eigentlich hatte sich den Ildiko verdient, die war aber schon vor der Ehrung unter Flutlicht abgerauscht.

Sechzehn Preise konnten verteilt werden – von der Gans über die Ente, von der Entenbrust zu den Wachteln (die immer wieder großes Entzücken hervorrufen). Und natürlich wie immer selbst angefertigtes Gänseschmalz. Erstmalig hatte Hans Hintzen Hervorbringungen seiner neuen Backleidenschaft unter die Preise gemischt: zwei Stollen und ein Walnuss-Brot. Die Gewinner sollen nicht unglücklich gewesen sein – man muss ja nicht unbedingt Fleischfresser sein. Wenngleich bei diesem Turnier eben mit niedrig fliegendem Geflügel gerechnet werden muss.

Auf den zweiten Platz kamen Sieg- und Punktgleich Sam Harker und Klaus Bringmann. Da für Platz zwei die Ente, für Platz drei der üppige Stollen vorgesehen war, musste ein Stechen im Schnick-Schnack-Schnuck-Modus die Entscheidung bringen. Sam (Sabine, BC) hatte im fünften Durchgang (Zwischenrufe: Spielzeitbegrenzung!) die zarte Nase vorn - und entschied sich für den Stollen.

Bäcker Hans hatte sich auch um die Turnierleitung und Buchführung verdient gemacht. Ein harter Job, der letztlich auch beweist, dass nicht bleibt, wer schreibt. Auch dieser Verdacht elegant ausgeräumt. Saubere Spiele also – und so soll es ja auch sein.

Bei der Auszählung des Startgelds und der Spenden für den „Förderverein für krebskranke Kinder“ kam der Veranstalter am Abend auf die stolze Summe von 254 Euro und 22 Cent. Bei der Sortierung der Münzen fiel ihm dann die internationale Beteiligung bei diesem hochrangigen Event auf: es hatte offenbar SpielerInnen aus Belgien, Österreich, Frankreich, Italien, Luxemburg (sehr verdächtig!), Spanien und Finnland gegeben.

 

(os)